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Thomas Schulz, Leiter Corporate Human Resources

Lebenslange Qualifizierung: der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft

Um intelligente Logistik anbieten zu können, sind bei DACHSER-Mitarbeitern in besonderer Weise Strategie- und Lösungskompetenz gefragt. „Als ‚lernende Organisation’ ist DACHSER fit für die unternehmerischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, sagt Thomas Schulz, Leiter Corporate Human Resources, im Interview.

Herr Schulz, im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der Blick auf die weltweiten Märkte verändert. Was bedeutet das für die Logistik und für DACHSER?

Die Komplexitiät der Märkte hat zugenommen und wird weiter zunehmen. Die Marktchancen und -risiken liegen immer näher beieinander. Nur dezentrale und lernende Organisationen sind in der Lage, in diesem Umfeld künftig Wertezuwachs zu generieren. Vor diesem Hintergrund sind bei unseren Mitarbeitern in besonderer Weise Strategie- und Problemlösungskompetenz gefragt.

Sind solche Kompetenzen eine Frage der Persönlichkeit?

Die Erfolgsgeschichte von DACHSER hängt unmittelbar mit dem Aufbrechen statischer Denkmuster zusammen. Wir setzen auf Menschen mit Ecken und Kanten, die sich und das Unternehmen weiterbringen wollen. Wer intelligente Logistik anbieten will, braucht kreative Köpfe, die den Mut haben, diese Dienstleistung nicht nur umzusetzen, sondern eigenverantwortlich zu gestalten – gemeinsam mit Kunden sowie mit Kollegen.

Die Führungskraft als Teamplayer – funktioniert das?

Führungskompetenz zeigt sich darin, die Mitarbeiter auf dem gemeinsamen Weg mitzunehmen. Dafür ist eine besondere Motivationsstruktur und Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, gefragt. Unsere Führungskräfte sehen vor diesem Hintergrund ihre Mitarbeiter als kreative Ansprechpartner.

Nach welchen Prinzipien ist Weiterbildung bei DACHSER aufgestellt?

Die „DACHSER DNA“ gibt uns hier einen sehr guten Leitfaden. Die darin eingebundenen Grundprinzipien des Unternehmens – wie zum Beispiel Respekt & Toleranz, Mut zur Innovation, Nachhaltigkeit oder Empowerment – gelten überall auf der Welt und bilden die verbindliche Richtschnur all unseres Handelns. Auf dieser Grundlage haben wir ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot geschaffen. Dazu gehört neben der Zusammenarbeit mit Industrie- und Handelskammern und Hochschulen auch das „DACHSER Competence Development“ mit den drei Säulen Personal Skills, Career Management und der DACHSER Academy.

Sie verlassen sich in der Aus- und Weiterbildung nicht nur auf die Angebote des Marktes. Warum?

Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie in der Lage sind, die DACHSER-Philosophie aufzunehmen. Dazu müssen sie oftmals alte Gewohnheiten ablegen und sich auf Neues einlassen. Dies betrifft insbesondere die Teamarbeit. Wir arbeiten daher bei der Auswahl unserer Mitarbeiter unter anderem mit eigenen web-basierten Tests und haben für Führungskräfte spezielle Interview- und Auswahlverfahren für unser Assessment-Center in Kempten entwickelt. Zudem gibt es eine ganze Reihe attraktiver Schulungsangebote, die auf unterschiedlichen Levels vom Einsteiger bis zum Experten reichen.

Welche Rolle spielt dabei die jüngst eröffnete DACHSER Academy in Köln?

Wir haben in der neuen DACHSER-Niederlassung in Köln mit der DACHSER Academy ein modernes Schulungszentrum eröffnet. Seit Februar schulen hier unsere Dozenten Mitarbeiter und Führungskräfte zu DACHSER spezifischen Themen. Dazu gehören Prozesstrainings genauso wie zielgerichtete Zertifikatslehrgänge und der Umgang mit unternehmenseigenen IT-Systemen wie Domino oder Mikado.

Wer kann diese Ausbildungsangebote in Anspruch nehmen?

Mit dieser Form des Wissenstransfers sprechen wir Mitarbeiter aus allen unseren Netzwerken an. Die Kapazität der Einrichtung umfasst bis zu 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gibt dabei keine Altersbegrenzung. Für einen Zertifikatslehrgang fallen beispielsweise etwas vier Wochen Lernzeit im Jahr an. Die kann in Etappen oder en bloc absolviert werden.

In der Hochschulausbildung lösen Bachelor und Master den klassischen Diplom-Studiengang ab. Was bedeutet dies für künftige Logistiker?

Die Hochschulausbildung wird dadurch deutlich verschulter. Eine Gefahr besteht darin, dass die Selbstorganisation zu kurz kommt – und damit die Fähigkeit, eigenständige Lösungen zu erarbeiten. Aber gerade diese ist später im Berufsleben immer wieder gefordert. Ich halte daher die Kombination von Theorie und Praxis für wichtig. Einmal während des Studiums in einem Unternehmen gearbeitet zu haben, öffnet nicht nur den Erfahrungshorizont, sondern ist auch ein wichtiger Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung.

Lesen Sie auch unseren Bericht im DACHSER magazin auf Seite 18 der Ausgabe 01/2009(PDF, 37 kByte)

Lebenslange Qualifizierung: der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft

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